Konvent von behinderten SeelsorgerInnen und BehindertenseelsorgerInnen e.V.
Jahreskonvent 2008
in Lage - Hörste, 10.- 12. Oktober 2008
Protokoll der Jahreshauptversammlung
Mitgliederversammlung des kbS am
11.10.2008, in Lage-Hörste
(Am 12.10.2008 genehmigt und von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern
im Original unterzeichnet.)
Zu der Versammlung war mit Datum des 23.07.2008 satzungsgemäß schriftlich und
mit Tagesordnungsentwurf eingeladen worden.
1. Feststellung der Anwesenheit. Der Vorsitzende des kbS, Th. Jakubowski, eröffnet die Versammlung um 15.15
Uhr
Der Vorsitzende stellte die Anwesenheit von 15 Vereinsmitgliedern, auf ihren
Eintrag in die TeilnehmerInnen-Liste hin, fest und begrüßt sie.
2. Bestimmung der Versammlungsleitung und der Protokollführung. Willi Everding (Versammlungsleitung, einmütig) und Heribert Süttmann
(Protokoll, einmütig) übernehmen die jeweiligen Funktionen.
3. Feststellung und Erweiterung der Tagesordnung Die Tagesordnung wird einstimmig wie vorgeschlagen angenommen.
4. Kurzberichte der Geschäftsbereiche. Der Bericht von Wolfgang Döring über die Arbeit in der Email-Seelsorge wird
von der Versammlung mit herzlichem Dank für die geleistete Arbeit
entgegengenommen und ausführlich erörtert.
Thomas Jakubowski berichtet über Vereinbarungen zur Gewährleistung der
Datensicherheit der Emailseelsorge. Die Versammlung nimmt dies mit Zustimmung
zur Kenntnis.
Rainer Richter berichtet über seine Arbeit zur Mitgliederpflege
(Geburtstagsgrüße). Die Rückmeldungen der Vereinsmitglieder seien vielfältig
und ermutigend. Die handschriftliche Erstellung der Grüße mache Mühe, sei aber
persönlicher. Daher solle es bei dieser Erstellungsform bleiben.
Die Versammlung dankt ihm ebenfalls für seine Arbeit sehr herzlich.
Willi Everding berichtet von seiner Arbeit der Mitgliederwerbung. Die
Ansprache über Predigerseminare, Landeskirchenämter sei schwierig. Wichtig sei wohl
die Mund-zu-Mundpropaganda, sowie die Medienarbeit.
Dr. Esther Bollak berichtet über die ethische Arbeit und kündigt eine
Tagung über „Theologische Begründung zum sozialen Engagement in den drei
abrahamitischen Buchreligionen“ in der Ev. Akademie Hamburg am 06.11.2008 an
und regt an, auch im kbs die interreligiöse Perspektive zu behandeln.
5. Geschäftsbericht Januar 2007-Dezember 2007. Thomas Jakubowski trägt den Bericht (Anlage 2) der Versammlung vor.
6. Bericht der Kassenprüferin.
Isabell Aulenbacher berichtet über die Rechnungsprüfung der Kasse des
Jahres 2008. Sie stellt rechnerische Richtigkeit, und Vollständigkeit der
Kassen-und Belegführung fest.
Sie regt an, dass die Beiträge der Mitglieder anstelle per Bankeinzug per
Dauerauftrag erfolgen sollen und stellt hierzu entsprechenden Antrag. Sie begründet
dies mit Kosten infolge von Fehlbuchungen, Ausständen (Kontoauflösungen) usw.
Peter Frost und Thomas Jakubowski erheben Gegenrede.
Isabell Aulenbacher zieht nach Aussprache ihren Antrag zurück.
7. Aussprache über die Vorstandsarbeit. Das Wort wird nicht gewünscht.
8. Bestellung der Kassenprüfer. Die Versammlung bestellt Hans-Georg Döring und Isabell Aulenbacher zu den
Kassenprüfern für den Zeitraum des Jahres 2008.
9. Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2007 Isabell Aulenbacher erteilt Antrag auf Entlastung. Die
Mitgliederversammlung erteilt einstimmig dem Vorstand Entlastung.
10. Neuwahl der drei Vorstandsmitglieder und der Stellvertretung. Clementine Haupt-Mertens erklärt, nicht zur Wahl des Vorstands zu kandidieren.
Thomas Jakubowski dankt ihr sehr herzlich für die geleistete Arbeit.
Zur Wahl werden vorgeschlagen: Dr. Esther Bollak, Petra Knickmeier, Thomas
Jakubowski.
Rainer Richter kandidiert als stellvertretendes Vorstandsmitglied des
Vorstandes.
Wolfgang Döring stellt Antrag auf Personaldebatte. Die Versammlung beschließt
bei einer Gegenstimme: Der Antrag wird abgelehnt.
Isabell Aulenbacher stellt den Antrag: Die Wahl möge in Blockwahl und per
Handabstimmung durchgeführt werden. Die Versammlung beschließt: Der Antrag wird
angenommen (bei einer Gegenstimme und mehreren Enthaltungen).
Die vier Kandidaten werden bei einer Enthaltung einmütig von der Versammlung
gewählt. Sie nehmen ihre jeweilige Wahl an.
Der Versammlungsleiter stellt fest: Dr. Esther Bollak, Petra Knickmeier und
Thomas Jakubowski sind zu Mitglieder des Vorstandes gewählt und Rainer Richter zum
stellv. Mitglieder des Vorstandes. Er fragt sie, ob sie die Wahl annehmen. Die
vier Gewählten erklären: „Ich nehme die Wahl an.“
Der Versammlungsleiter gratuliert sehr herzlich und wünscht den vier neu
gewählten Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit alles Gute und Gottes Segen.
11. Rückblick und Ausblick 2008. Thomas Jakubowski berichtet über die Vorhaben des laufenden Jahres.
12. Planung 2009. Thomas Jakubowski umreist die Vorhaben des Jahres 2009.
13. Jahrestagung 2009: Ort, Termin und Thema. Die Versammlung verabredet, die Jahrestagung mit Mitgliederversammlung 2009
am 18.-20.09.2009 in Landau oder Naurod durchzuführen.
Wolfgang Döring schlägt für 2010 das Haus Stapellage als Tagungshaus vor.
Themenvorschläge:
- Begleiteter Suizid, (3 Stimmen und eine Ablehnung)
- Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung im Zusammenhang mit Behinderung (7
Stimmen)
- Politik, Glaube & Behinderung (keine Zustimmung, 7 Ablehnungen)
- Seelsorge und Therapie: Unterschiede und Gemeinsamkeit (3 Stimmen, 4
Ablehnungen)
- UN-Charta der Menschenrechte (1 Stimme)
Die Versammlung beschließt mit relativer Mehrheit (7 Stimmen) das Thema „Fremdwahrnehmung
und Selbstwahrnehmung im Zusammenhang mit Behinderung“.
14. Anträge, Wünsche, Resolutionen
Antrag Dr. Sabel: Dr. Stephania Sabel stellt den Antrag, sich als wissenschaftliche
Mitarbeiterin des kbS anstellen zu lassen.
Aus dem Kreis der Versammlung heraus wird geäußert, dass die Voraussetzungen
für die Begründung eines Anstellungsverhältnisses in verschiedener Hinsicht als
nicht gegeben an und schlägt deshalb vor, dem Antrag nicht zu entsprechen.
Die Versammlung beschließt: der Antrag wird abgelehnt. (einstimmig)
Antrag Jakubowski: Thomas Jakubowski stellt den Antrag, Wolfgang Döring zum Ehrenvorsitzenden
zu ernennen.
Die Versammlung beschließt: Wolfgang Döring ist erster Ehrenvorsitzender des kbS.
(einstimmig)
Antrag Jakubowski: Thomas Jakubowski stellt den Antrag: Die Versammlung stellt fest: der kbS
ist ein Antidiskriminierungsverband im Sinne des Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Er tritt dem Bundesverband bei. Die Kosten des
Beitrittsverfahrens werden übernommen.
15. Verschiedenes Thomas Jakubowski stellt den Antrag, Frau Ute Altvater-Riedle möge von der Mitgliederversammlung
dazu beauftragt werden, auf Veranlassung der Vorstandsmitglieder das Konto zu
führen und die Beträge für den kbS zu führen.
Die Versammlung beschließt: Dem Antrag wird stattgegeben. (einstimmig)
16. Schlusswort und Beschließung der Versammlung durch den Ehrenvorsitzenden
Wolfgang Döring. Der Ehrenvorsitzende schließt die Versammlung um 17.35.
Anlage 2
Kbs Bericht: Geschäftsjahr 2008
Berichtszeitraum Januar 2007 bis Ende 2007
1. Berichtszeitraum Januar 2007 bis Ende 2007. Die Übersicht über die Finanzen wurden an die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer versendet. Die wesentlichste Ausgabe war die
Versendung des Buches.
2. Mitgliederentwicklung Eintritte: Annette Rodenberg, Michael Hofmann, Sara Pützschel, Oliver Merz
Heike - Heppe Hönsch hat den Austritt erklärt: Clementine hat es leider nicht
erreicht, dass Heike weiterhin dabei bleibt.
Damit hat der kbS 92 Mitglieder.
3. Mitgliederbetreuung Rainer Richter, Clementine Haupt – Mertens und Hans-Georg Döring haben sich
um den Kontakt nach Innen gekümmert und halten in unterschiedlicher Weise
Kontakt mit den Mitgliedern.
4. Finanzen:
Siehe Übersicht, die Steuererklärung 2005 bis 2007 wird von
einer Steuerberaterin gemacht, damit wir die Frist wahren. Aufgrund des
Buchverkaufs ist die fachliche Beratung notwendig.
Durch die Übernahe der Kosten der Verwaltungskraft durch den Verein Pfälzischer
Pfarrerinnen und Pfarrer wurde die Finanzsituation des kbS deutlich verbessert.
5. Jahrestagung in Landau: Sept. 2007 Es haben mittlerweile fast alle Teilnehmer der Jahrestagung Landau ihre
Tagungskosten gezahlt. Die Getränke am Pfälzer Abend wurden gespendet.
Der gemütliche Teil war leider zu früh beendet.
Zum Rückblick der Jahrestagung insgesamt: Es gab aufgrund des engen Zeitplans
eine zügige Mitgliederversammlung.
6. Vorstandsarbeit Es gab zahlreiche Telefonate und Emails, einige wenige Treffen, wie immer
zu wenig und zu spät.
Vorstandssitzungen 2007 waren im Februar (Schifferstadt) und im August
(Landau), bzw. am 25.1.2008 in Schifferstadt.
Der Rücktritt von Veronika Zippert als Vorstandsmitglied und die Suche nach
einer Nachfolgerin und die Wahl eines stellvertretenden Vorstandsmitgliedes mit
der Wahl in Landau sind abgeschlossen. Clementine Haupt – Mertens ist im
Vereinsregister eingetragen.
Wolfgang wurde in unserer Sitzung am 25.1.2008 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Dies sollte die Mitgliederversammlung noch offiziell beschließen (siehe
Protokoll). Außerdem wurde ein neues und sicheres Internetbankingverfahren
beschlossen, da das alte Verfahren (PIN-TAN) zum 1.3.2008 abgeschafft wurde.
7. Geschäftsstelle und Öffentlichkeitsarbeit Die Unterlagen des kbS sind geordnet. Nachdem Petra Lenz einen Aktenplan
angelegt hatte, können nun Informationen recht schnell abgerufen werden. Für
diese große Hilfe bin ich Petra Lenz sehr dankbar. Diesen Erfolg schulden wir
vor allem ihr. Die weniger wichtigen Akten liegen noch griffbereit in einer
großen Schublade und werden demnächst durchgearbeitet. Die unwichtige von den
wichtigen Dingen zu trennen ist gerade in diesen Bereichen sehr zeitaufwändig.
Der Flyer wurde entworfen, gedruckt und wird verteilt.
Zwei Interviews wurden durchgeführt bzw. vorbereitet.
Die Übernahme der Verwaltungskosten für den kbS wirkt sich deutlich entlastend.
Hauptaufgabe der Geschäftsstelle war die Abwicklung des Buchversandes in 2007.
Der Überschuss des
Buchprojekts beträgt im Augenblick 541,14 €. Dieses Ergebnis wird sich noch
durch Steuerberatungskosten verändern. Der Verein hat keine Bücher mehr im
Bestand. Gottfried Lutz hat seine Aufwendungen für das Buchprojekt gespendet.
Veronika und Gottfried haben ihre unterschiedlichen Beteiligungen bei diesem
Projekt betont.
Durch den Weggang von Petra Lenz und die über viermonatige
Vakanz in 2008 gab es einigen Arbeitsstau im Verwaltungsbereich. Insbesondere
der Einzug der Mitgliedsbeiträge und die Umstellung des Internetbankings sind dabei
liegen geblieben. Dafür habe ich einige Schelte abbekommen.
Frau Ute Altvater-Riedl ist nun zuständig und hat zusätzlich Stunden erhalten.
Die Mitgliederversammlung muss ihr noch die Erlaubnis erteilen, für den Verein
zu handeln (siehe Protokoll). Sie kommt ein bis zweimal im Monat nach
Schifferstadt für einen ganz Tag. Dies hat sich als sinnvoll erwiesen.
8. Anerkennung als Antidiskriminierungsverband Nach einer fast sechsmonatigen Suche konnte ich Herrn Wrase gewinnen, eine
Einführung und das Grundsatzreferat zu übernehmen. Ziel ist es nun, sich als
Verband zu etablieren und in Absprache mit dem Bundesverband der Pfarrerinnen
und Pfarrer in Deutschland der EKD diese Aufgabe mitzuteilen.
9. Rechtliche Beratung: Einen großen Fall mit regelrechten Stellungnahmen, vielen Telefonaten und
noch viel mehr Emails hat viel Zeit gekostet. Es gab häufige Beratungen, die
meistens in einer Spende oder einem Beitritt mündeten. Es gibt zwei wichtige
Aufsätze in der Zeitschrift für Beamtenrecht.
10. AG – Ethik Die Ethik AG hat einigen Wirbel verursacht: Der Auftrag und die
Durchführung des Auftrags waren unklar. Die zukünftige Abstimmung zwischen
Vorstand und einer inhaltlich geprägten Arbeitsgruppe muss zumindest durch eine
Person im Vorstand gewährleistet sein.
11. unbesetzte Referate:
Literatur, Ethik
12. Kooperationen: Pfälzischer Pfarrerverein
Verband der Ev. Pfarrerverein in Deutschland: Der kbS ist beauftragt, sich für
die behinderten Pfarrerinnen und Pfarrer einzusetzen.