Konvent von behinderten SeelsorgerInnen und BehindertenseelsorgerInnen e.V.
Jahreskonvent 2009
in Landau in der Pfalz, 18.- 20. September 2009
Protokoll der Jahreshauptversammlung
Mitgliederversammlung des kbS am
19.09.2009, in Landau in der Pfalz
Zu der Versammlung war mit Datum des 08.07.2009 satzungsgemäß schriftlich und mit Tagesordnungsentwurf eingeladen worden.
1. Feststellung der Anwesenheit. Der Vorsitzende des kbS, Th. Jakubowski, eröffnet die Versammlung um 15.15 Uhr.
Der Vorsitzende stellte die Anwesenheit von 15 Vereinsmitgliedern, auf ihren Eintrag in die TeilnehmerInnen-Liste (Anlage 1) hin, fest und begrüßt sie.
2. Bestimmung der Versammlungsleitung und der Protokollführung. Peter Frost (Versammlungsleitung, einmütig) und Heribert Süttmann (Protokoll, einmütig) übernehmen die jeweiligen Funktionen.
3. Feststellung und Erweiterung der Tagesordnung Die Tagesordnung wird einstimmig wie vorgeschlagen angenommen.
4. Bericht des Verstandes. Thomas Jakubowski berichtet über die Entwicklung und Finanzentwicklung im Berichtszeitraum 01.01.2008-31.12.2008. (Bericht Anlage 2). Der Bericht wird von der Versammlung mit herzlichem Dank für die geleistete Arbeit entgegengenommen.
5. Kurzberichte Der Bericht von Wolfgang Döring über die Arbeit in der Email-Seelsorge wird von der Versammlung mit herzlichem Dank für die geleistete Arbeit entgegengenommen.
Rainer Richter berichtet über seine Arbeit zur Mitgliederpflege (Geburtstagsgrüße), welche er beendet. Die Versammlung dankt dem Berichterstatter mit besonderem Applaus für die langjährige geleistete Arbeit sehr herzlich.
Hans-Wolfgang Knudsen berichtet über die Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg im Bereich Psychiatrieseelsorge. Die Versammlung nimmt den Bericht mit Dank entgegen.
Dr. Esther Bollag berichtet über das anhängige Gesetzgebungsverfahren des Gendiagnostik-Gesetzes in Deutschland und zum christlich-islamischen Dialog in bioethischen Fragen (Embryonen-Forschung.) WWW.ZEDIS.DE (Zentrum für Disabilities-Studies, Hamburg)
P. Frost, Th. Mann (Anlagen 4 bis 6), und Th.Jakubowski berichten von der Vertretungsarbeit Behindertenpfarrvertretung der Ev. Kirchen Hannover, Württemberg und Pfalz.
Der Württembergische Nachteilsausgleichsreader wird vom Vorstand an die Mitglieder weitergeleitet.
6. Bericht der Kassenprüfung und Entlastung des Vorstandes.
Isabell Aulenbacher berichtet über die Rechnungsprüfung der Kassenführung im Prüfungszeitraum 01.01.2008 bis 31.12.2008. Sie stellt auch im Namen des anderen Kassenprüfers Hans-Georg Döring rechnerische Richtigkeit, und Vollständigkeit der Kassen-und Belegführung fest.
Isabell Aulenbacher stellt Antrag auf Entlastung. Einstimmung ohne Beteiligung der anwesenden Vorstandsmitglieder.
7. Neuwahl des Vorstandes Dr. Esther Bollag, Petra Knickmeier und Thomas Jakubowski begründen ihre Kandidatur.
Th. Jakubowski ist bereit, die anderen Mitglieder sind nicht bereit zur Kandidatur für den Vorsitz.
Es wird geheime Wahl beantragt.
Die Wahlhandlung übernimmt der Versammlungsleiter; die Assistenz I. Aulenbacher.
1. Wahlgang. Wahl zum Vorsitz.
Es nehmen 15 Abstimmungsberechtigte an der Wahl teil.
Die Auszählung ergibt 14 Ja - Stimmen, 0 Nein-Stimmen. 1 Enthaltung.
Der Gewählte nimmt auf Befragung des Versammlungsleiters die Wahl an.
2. Wahlgang: Wahl zweier weiterer Mitglieder im Vorstand.
Es nehmen 15 Abstimmungsberechtigte an der Wahl teil.
Die Auszählung ergibt:
Petra Knickmeier: 13, Dr. Esther Bollag: 15
Es wurden gewählt: Petra Knickmeier und Dr. Esther Bollag.
Der Versammlungsleiter befragte die Gewählten, ob sie die Wahl annehmen. Die Gewählten erklärten. "Ich nehme die Wahl an."
Der Versammlungsleiter P.Frost stellt fest, dass die Wahl ordnungsgemäß nach gültiger Satzung und Konventsordnung durchgeführt wurde.
8. Planung 2009/2010. Frühjahr 2010 Schwerbehindertenvertreter
Jahreshauptversammlung in Norddeutschland, z.B. Lage - Hörste.
Ökumenischer Kirchentag München: Beteiligung am Stand des Verband
9. Jahrestagung 2010: Ort, Termin und Thema Themenvorschläge:
- EKD-Pfarrdienst-Gesetz
- Beliebtere Behinderungen in der Gemeinde? "Inklusion", Exklusion? "Wege zur Inklusion": "Inklusionsindex" - 12 Stimmen
- Spektrum der Behinderungen:
- Freiräume in der Gemeinde z.B. für psychisch Erkrankte
- UN-Behindertenrechtskonvention. - 2 Stimmen.
Die UN-Behindertenrechtskonvention soll gemäß dem einmütigen Willen der Versammlung in der Frühjahresversammlung der Schwerbehindertenvertreter behandelt werden. Ein Juristischer Referent soll gesucht werden.
Die Versammlung beschließt mit relativer Mehrheit "Inklusion".
10. Anträge, Wünsche, Resolutionen. Inge Mohrenstecher wird als Literaturbeauftragte gewählt.
Stefan Dreessen wird zum Kontaktmann für katholische Fragen und Mitglieder ernannt.
Die vom Vorsitzenden vorgeschlagenen Budgets werden dem Vorstand zum Beschluss vorgelegt.
11. Verschiedenes. Ela Griepenkerl regt einen Sitz des kbs am Sitz der EKD in Hannover an, finanziert durch die EKD.
Anlage 2
Kbs Bericht: Geschäftsjahr 2009
Berichtszeitraum Januar 2008 bis 19.09.2009
Berichtszeitraum Finanzen bis zum 31.12.2008 und für die
Aktivitäten bis zum 18.09.2009.
1. Geschäftsführung
Der Kontostand betrug am 31.12.2008 genau 924,10 € und
wir hatten zu diesem Zeitpunkt 92 Mitglieder.
Da der Beitrag 2008 nicht eingezogen werden konnte, ist
auch der aktuelle Kontostand wichtig: in Höhe von über 3.200 €. Der aktuelle
Mitgliederstand beträgt nun 95 Mitglieder. Ein Mitglied ist ausgetreten.
In der letzten Hauptversammlung wurden Dr. Esther Bollag,
Petra Knickmeier und Thomas Jakubowski in einer Gruppenwahl als Vorstand
gewählt. Rainer Richter hat das Amt eines stellvertretenden Vorstandsmitgliedes
angetreten und Wolfgang Döring als Ehrenvorsitzender berufen.
Leider wurde die Gruppenwahl des geschäftsführenden
Vorstandes vom Registergericht nicht akzeptiert und wir mussten uns belehren
lassen, dass eine Gruppenwahl nur zulässig ist, wenn diese ausdrücklich
in der Satzung vorgesehen wird. Daher muss die Wahl nochmals durchgeführt
werden oder die Satzung geändert werden.
Außerdem war wieder eine Steuerprüfung fällig. Dies war
relativ aufwändig und heikel, da wir den Buchvertrieb für das Buch von
Gottfried übernommen hatten. Durch eine Steuerkanzlei wurde das Verhältnis
gemeinnütziger Verein und Wirtschaftsbetrieb genau geklärt. Wir sind wieder
befreit von Steuer und die Gemeinnützigkeit wurde wiederum bestätigt. Die
nächste Steuerprüfung wird einfacher, aber nur, wenn wir nicht wieder unter die
Buchhändler gehen oder andere Dinge vertreiben.
Diese Verfahren waren vor allem auch nicht einfach, da
ich mehr oder wenig in der Geschäftsführung allein dastand. Da ich in vier
Bereichen noch zusätzlich ehrenamtlich engagiert war, hatte ich sehr wenige
Zeitressourcen für den kbS. Dies Problem hatte sich nun komplett aufgelöst,
denn Frau Ute Altvatter Riedel hat die Kontoverwaltung übernommen, der deutsche
Pfarrertag in Speyer ist Geschichte, ich bin seit 1.1.2009 nicht mehr Stadtrat
und seit dem 1. Juli auch kein Lionspräsident mehr. Der Übergang der Kontoverwaltung
von Petra Lenz auf Ute Altvater Riedel hat auch ziemlich lange gedauert.
Ebenfalls sehr hat es gedauert, bis das Kontoverwaltungsprogramm endlich
funktioniert hat. Die Möglichkeit mit einer Einzugsermächtigung durch die Bank
den Beitrag zu erhalten ist letztes Jahr weggefallen. Wir müssen nun alles
selber machen. Dies ist zum Glück durch unserer neue Verwaltungskraft im Griff
und wird nächstes Jahr reibungslos laufen.
Die letzte Tagung in Lage-Hörste wurde abgerechnet. Die
Tagung der landeskirchlichen Behindertenvertretungen in Mainz wurde vorbereitet
und durchgeführt. Das Seminar „Wie gesund muss ein Pfarrer sein“ im Januar in
Bad Boll wurde begleitet und vom kbS unterstützt. Und die Tagung hier in Landau
wurde auf den Weg gebracht und die nächste Tagung ist bereits angedacht, zwei
Themenvorschläge liegen vor.
Meine Ablage ist nach wie vor in Ordnung, allerdings sind
die alten Unterlagen immer noch nicht komplett durchgearbeitet. Vielleicht
schaffe ich es dieses Jahr, das Archiv zu ordnen.
2. Pressearbeit
Neben dem Artikel im deutschen Pfarrerblatt habe ich zwei
Interviews geführt, die demnächst veröffentlicht werden. Dabei hat sich
herausgestellt, dass insbesondere das Fernsehen großes Interesse an uns hat,
aber nur bestimmte Menschen aus einer bestimmten Region gefragt sind. Daher
möchte ich in Zukunft nicht wie wild anfangen zu telefonieren, sondern gut
vorbereitet sein, sobald Anfragen kommen. Ich kann keine Adressen weitergeben,
wenn ich keine Freigabe dazu habe. Dies ist der Hintergrund, warum ich eine
Mitgliederbefragung zu diesem Thema durchführen möchte. Das Fernsehen hat
angefragt in Berlin/Sachsen, München, Rheinland/Westfalen und im Saarland.
Leider haben sich diese Anfragen zum Teil sehr schnell erledigt. Teilweise
waren die Anfragen auch problematisch, indem nach den konkreten
Benachteiligungen und nach offensichtlicher Diskriminierung durch die
Kirchenleitung geforscht wurde.
3. Juristische Beratung
Die meiste Zeit für den kbS habe ich mit juristischer
Beratung verbracht. Ich hoffe, dass ich helfen konnte. Zum Teil hatte ich bei
einigen Beratungen 10 und mehr Kontakte und musste mich auch schriftlich melden
bzw. komplexe Sachverhalte juristisch einordnen. Dies ist nicht einfach und wir
müssen überlegen, ob wir diesen Service umsonst und unentgeltlich anbieten. Zum
Teil gab es auch Spenden, aber es ist kein Vergleich zum Aufwand. Beratung,
Coaching und Stellungnahmen können ruhig etwas kosten, oft werden diese dann
noch mehr wert geschätzt. Vorschläge dazu werde ich nachher der
Mitgliederversammlung unterbreiten.
Die Arbeit als Antidiskriminierungsverband wurde begonnen
und wir können nun auf die Anfrage warten. Einen weiteren Schritt können wir
unternehmen, indem wir uns als kbS zum neuen Pfarrerdienstrecht stellen. Dazu
ebenfalls ein Formulierungsvorschlag am Ende der Versammlung.
4. Vorstand
So richtig haben wir die Vorstandsarbeit nicht gestalten
können, da ja die Eintragung gescheitert ist. In Lage Hörste waren wir im
Gespräch, im Januar haben wir uns in Schifferstadt getroffen und gestern haben
wir die wichtigsten Punkte diskutiert.
Meine Aufgabe im Vorstand ist es die Geschäfte zu führen,
die Pressearbeit zu machen und die juristische Beratung zu besorgen. Ich
vertrete den kbS im Verbandsvorstand und in der EKD. Petra unterstützt mich in
der Geschäftsführung und arbeitet im Bereich Behindertenvertretung und Esther
ist zuständig für Theologie und Inklusionsforschung. Rainer Richter ist der
Mitgliederpfleger, der bisher immer die Geburtstagskarten geschrieben hat. Dies
wird er leider in Zukunft nicht mehr machen. Unser Ehrenvorsitzende Wolfgang
ist zuständig für die online – Seelsorge und der ehemalige Vorstand und
Geschäftsführer Hans – Georg setzt alles Wichtige und Notwendige ins Internet.
Zu den Beauftragten sage ich nachher noch etwas. Die
Beauftragten kommen dann zu Wort.
5. Beauftragte und Aufgaben
Folgende
Beauftragungen, die zum Teil auch vom Vorstand übernommen wurden, existieren:
Geburtstage:
Rainer Richter, ab 2010 Ute Altvater Riedl
Internet:
Hans-Georg Döring
Psychatrieerfahrung:
Hans-Wolfgang Knudsen
Literatur:
Inge Mohrenstecher (angefragt)
Mitgliederpflege:
Petra Knickmeier
Theologie
und Ethik: Dr. Esther Bollag
BESS:
Wolfgang Döring
Jugend:
Willy Everding
(NEU)
katholische Kontaktperson: Stefan Dreessen
Juristische
Beratung: Thomas Jakubowski
6. Rechnungsprüfung
Den beiden Rechnungsprüfer (Isabell Aulenbacher und
Hans-Georg Döring) habe ich die Übersichten 2008 und 2008 - 2009 geschickt und
die Rechnung wurde geprüft. Es gab keine Beanstandungen.
7. Projekte
Der Vorstand schlägt folgende Projekte vor:
Kirchentage
2010 und 2011 zusammen mit dem Verband
Banner
für den kbS: Ausziehrollo mit der Grafik vom Flyer
Pauschale
als Spende ab 100 € für juristische Beratung
Bücher
und Zeitschriften aus dem Sozialrecht werden angeschafft
Freigabe
für Mittel bei anwaltlicher Vertretung (Fahrtkosten und Anwaltshonorar)