Die Abkürzung BESS
steht für "Brief- & Email-Seelsorge". BESS ist ein Seelsorgeangebot
des Konvents von behinderten SeelsorgerInnen und BehindertenseelsorgerInnen. An BESS kann sich jede und jeder wenden, die oder der sich in
persönlichen Krise befindet oder ein Problem hat.
Allerdings kann und soll dieses Angebot keine
professionelle Psychotherapie ersetzen. Vielmehr handelt es sich um eine pastoral-seelsorgerliche
Beratung in Lebens- und Glaubensfragen.
Im Gegensatz zu einer Psychotherapie ist BESS
für diejenigen, die dieses kirchlich-diakonische Angebot in Anspruch nehmen,
bis auf die jeweils eigenen Porto- und Email-Kosten völlig kostenlos. Die Klientinnen
und Klienten müssen weder Beratungshonorare noch Praxis-Gebühren fürchten.
Wer steckt hinter BESS?
Die Idee, BESS
anzubieten, hatte Pastor Döring. Er arbeitet als Seelsorger im ambulanten
Psychiatrie-Bereich des Stiftungsbereichs Gemeindepsychiatrie der
v.-Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld/NRW
und bietet BESS an. Zu Pastor Döring gehören einige schwere Behinderungen,
weshalb er Rollstuhlfahrer und auf Hilfe angewiesen ist. Dass er dennoch
selbstverantwortlich in einer eigenen Wohnung leben und eine gestalt-therapeutische
Ausbildung machen kann, ist nur durch persönliche
Assistenz möglich.
Zu Pastor Döring gehören von
Geburt an einige Behinderungen. Am auffälligsten ist wohl seine spastische oder
eigentlich athetotische Bewegungsunruhe, die ihn auch im Rollstuhl sitzen
lässt. Außerdem hat Pastor Döring eine ebenfalls spastische Sprachbehinderung
und eine Schwerhörigkeit, die allerdings durch Hörgeräte weitgehend ausgeglichen
wird; sodass er Einzelseelsorge durchaus betreiben kann, was ohne den elektronischen
Ausgleich mittels der Hörgeräte nicht möglich wäre.
Durch seine spastischen
Muskelkrämpfe weiß Pastor Döring auch, was es heißt, starke Schmerzen zu haben.
Übrigens arbeitete er während Studium und Ausbildung auch als Seelsorger in
verschiedenen Krankenhäusern.
Nicht zuletzt verfügt Pastor
Döring auch über einige gottesdienstliche Erfahrungen. Außerdem schätzt er die
Zusammenarbeit mit katholischen Kollegen. Seiner Meinung nach sind Konfessionen
Menschen-, nicht Gotteswerk. Zudem mag Pastor Döring den interreligiösen
Austausch. Darum kann sich an ihn wenden, wer will egal, welcher Konfession
oder Glaubensgemeinschaft sie oder er angehört.
Außerdem ist Pastor Döring
Gründungsmitglied des kbs und engagiert sich in kirchen- und
sozialpolitischen Belangen. Dabei setzt er sich besonders für die Belange von
Menschen mit Behinderungen ein.
Durch sein Leben mit
Behinderungen und seine langjährige Seelsorge-Erfahrung hofft Pastor Döring, in
manchen Lebenslagen seine kompetente Begleitung per Brief oder Email anbieten
zu können. Dabei so hofft er wird ihm auch seine langjährige Erfahrung als
Seelsorger in verschiedenen diakonischen Arbeitsbereichen sowie als
Religionslehrer von Nutzen sein.